Immer mehr Menschen fragen ein Chatfenster statt eine Suchmaschine. Wer dort nicht vorkommt, existiert für sie nicht.
GEO steht für Generative Engine Optimization. Gemeint ist die Arbeit daran, dass dein Unternehmen in Antworten auftaucht, die von KI-Systemen erzeugt werden. Also in ChatGPT, in Perplexity, in Googles KI-Übersichten und in den Assistenten, die inzwischen in fast jedem Browser stecken.
Der Unterschied zur klassischen Suche ist grundlegend. Eine Trefferliste zeigt zehn Möglichkeiten und überlässt die Auswahl dir. Ein Sprachmodell trifft die Auswahl bereits und liefert eine Antwort mit zwei oder drei Namen darin. Es gibt keine zweite Seite, auf der man noch stehen könnte. Entweder du bist Teil der Antwort oder du bist nicht Teil des Gesprächs.
Für Unternehmen mit erklärungsbedürftigen Leistungen ist das eine große Sache. Wer eine Steuerberatung, eine Agentur oder einen Fachbetrieb sucht, beschreibt heute oft seine Lage in drei Sätzen und lässt sich Vorschläge geben. Das ist bequemer als sich durch zwölf Websites zu klicken, und genau deshalb wird es sich durchsetzen.
Niemand außerhalb der Anbieter kennt die genauen Mechanismen, und wer etwas anderes behauptet, verkauft dir etwas. Was man aber sehr wohl beobachten kann, ist welche Art von Quellen regelmäßig zitiert wird. Daraus ergeben sich fünf Ansatzpunkte, die sich in der Praxis bewähren.
Die Systeme rufen Seiten mit eigenen Programmen ab. Wenn deine Inhalte erst im Browser zusammengesetzt werden, hinter einem Zustimmungsdialog liegen oder der Server diese Zugriffe blockiert, sieht das System eine leere Seite. Das ist der banalste und häufigste Grund, warum Unternehmen nicht vorkommen.
Sprachmodelle greifen bevorzugt auf Textstellen zu, die für sich allein verständlich sind. Ein Absatz, der eine Frage vollständig beantwortet, wird eher übernommen als eine Aussage, die sich über drei Abschnitte verteilt und Vorwissen voraussetzt. Werbliche Formulierungen ohne konkreten Inhalt werden praktisch nie zitiert.
Saubere Überschriftenhierarchie, echte Listen statt nachgebauter Aufzählungen, strukturierte Daten zu Unternehmen, Leistungen und Fragen. Das hilft nicht, weil es magisch wirkt, sondern weil es die Zuordnung von Aussage zu Thema eindeutig macht.
Was auf der eigenen Website steht, ist eine Behauptung. Was in Fachportalen, Verzeichnissen, Presse und Foren steht, ist eine Bestätigung. Systeme, die aus mehreren Quellen zusammenfassen, gewichten Übereinstimmung. Wenn dein Unternehmen an fünf Stellen im Netz mit demselben Schwerpunkt beschrieben wird, ist das ein starkes Signal.
Angaben, die sichtbar veraltet sind, werden seltener herangezogen. Das betrifft Jahreszahlen im Text genauso wie tote Links und Seiten, die seit Jahren unverändert sind.
Am Anfang steht eine Bestandsaufnahme mit echten Abfragen. Wir stellen den gängigen Systemen die Fragen, die deine Kunden stellen würden, und dokumentieren wer genannt wird. Meistens ist das Ergebnis unangenehm klar: Entweder tauchst du auf oder es erscheinen dieselben drei Wettbewerber, oft solche, die kleiner sind als du.
Danach arbeiten wir an der Grundlage. Zuerst technisch, weil ein blockierter Zugriff jede weitere Maßnahme wertlos macht. Dann inhaltlich, indem wir vorhandene Seiten so umbauen, dass sie klare, überprüfbare Aussagen enthalten statt Adjektive. Ein Satz wie "wir arbeiten mit Festpreisen und du bekommst alle Zugänge" ist zitierfähig. Ein Satz wie "wir sind Ihr innovativer Partner für digitale Exzellenz" ist es nicht.
Parallel legen wir strukturierte Daten an und richten eine llms.txt ein, also eine schlichte Textdatei, in der Angebot, Standort und Ansprechpartner in maschinenlesbarer Kurzform stehen. Das ist kein offizieller Standard, kostet aber wenig und wird von mehreren Anbietern ausgewertet.
Zuletzt geht es nach außen. Fachverzeichnisse, Branchenportale, Kooperationen, Gastbeiträge. Nicht in der Masse, sondern an den Stellen, an denen Menschen deiner Branche tatsächlich nachschauen. Das ist der langsamste Teil und der mit der längsten Wirkung.
Vieles überschneidet sich, und das ist eine gute Nachricht. Schnelle Ladezeiten, saubere Struktur und Inhalte, die eine Frage wirklich beantworten, helfen beiden Kanälen. Wer Suchmaschinenoptimierung ordentlich betreibt, hat einen großen Teil der Vorarbeit schon geleistet.
Es gibt aber Unterschiede, die man kennen sollte. In der klassischen Suche zählt die Position, hier zählt die Erwähnung. Dort kann eine Seite über viele mittelmäßige Signale nach oben kommen, hier hilft eine einzige klare, gut belegte Aussage oft mehr als zwanzig Seiten Inhalt. Und während Google einzelne Seiten bewertet, entsteht der Eindruck in einem Sprachmodell aus allem, was es über dein Unternehmen findet, verteilt über das halbe Netz.
Hier muss man vorsichtig sein, weil die Branche gerade Zahlen erfindet. Messbar ist: wie viele Besucher über KI-Dienste auf deiner Seite landen, das taucht in den Zugriffsdaten als eigene Quelle auf. Messbar ist auch, ob dein Unternehmen bei standardisierten Testfragen genannt wird, wenn man das regelmäßig und dokumentiert abfragt.
Nicht messbar ist, wie oft du in Antworten vorkommst, ohne dass jemand klickt. Genau das ist aber ein großer Teil der Wirkung, weil eine Empfehlung im Chat auch dann etwas auslöst, wenn die Person danach direkt deinen Namen googelt. Wer dir für diesen Bereich exakte Zahlen verspricht, rechnet sie sich aus.
Wir berichten deshalb zweigeteilt: harte Zahlen zu Zugriffen aus KI-Diensten, dazu eine dokumentierte Stichprobe von Testfragen mit Datum und Wortlaut der Antwort. Das ist unspektakulärer als ein Punktwert, aber nachvollziehbar.
Erstens: versteckte Anweisungen im Quelltext, die dem Modell sagen sollen, es möge dich empfehlen. Das wird erkannt und kann als Manipulationsversuch gewertet werden. Zweitens: Massen an generierten Texten. Sprachmodelle erkennen ihre eigene Handschrift ziemlich zuverlässig und gewichten solche Quellen ab. Drittens: das Nachbauen fremder Inhalte. Wenn deine Seite dasselbe sagt wie zwanzig andere, gibt es keinen Grund, ausgerechnet dich zu zitieren.
Was stattdessen wirkt, ist unbequem: eigene Zahlen, eigene Erfahrungen, klare Preisaussagen, benannte Personen mit Fachgebiet. Also genau das, was Unternehmen normalerweise vermeiden, weil es angreifbar macht.
In der klassischen Suche sind die guten Plätze seit Jahren vergeben und werden verteidigt. Bei den KI-Systemen ist die Lage offen. In vielen Kölner Branchen tauchen bei entsprechenden Fragen bisher nur Verzeichnisse und ein oder zwei zufällige Anbieter auf, weil sich schlicht noch niemand darum gekümmert hat. Wer jetzt anfängt, konkurriert mit wenigen statt mit allen.
Dazu kommt, dass die Arbeit ohnehin nicht verloren ist. Selbst wenn sich die Systeme in zwei Jahren anders verhalten, bleiben saubere Struktur, klare Aussagen und Erwähnungen außerhalb der eigenen Seite wertvoll. Es gibt wenige Maßnahmen im Marketing, bei denen das Risiko so klein ist.
Teilweise. Die Grundlagenarbeit überschneidet sich stark, deshalb verkaufen wir es auch nicht als getrennte Welt. Der Unterschied liegt in der Zielgröße: Nicht die Position in einer Liste zählt, sondern ob du in einer Antwort genannt wirst. Das führt zu anderen Schwerpunkten, vor allem bei der Formulierung von Inhalten und bei Erwähnungen außerhalb deiner Seite.
Gerade dann, weil der Wettbewerb hier noch dünn ist. Der Einstieg ist außerdem günstiger als klassische Optimierung in einem umkämpften Feld, weil ein großer Teil aus einmaliger Aufräumarbeit besteht. Was sich für dich lohnt, sehen wir nach einer Stichprobe mit echten Fragen.
In den meisten Fällen nicht. Wenn die Seite technisch erreichbar ist und eine vernünftige Struktur hat, reicht Überarbeitung. Neu bauen wird nur dann Thema, wenn Inhalte für Maschinen unlesbar sind, etwa weil alles über nachgeladene Skripte entsteht. Das klären wir vorher, nicht mittendrin.
Technische Korrekturen wirken oft innerhalb weniger Wochen, weil die Systeme häufig neu abrufen. Erwähnungen außerhalb der eigenen Seite brauchen Monate. Realistisch ist ein erster erkennbarer Unterschied nach zwei bis drei Monaten, ein stabiles Bild nach etwa einem halben Jahr.
Die Bestandsaufnahme mit dokumentierten Testfragen und technischer Prüfung liegt im niedrigen vierstelligen Bereich. Was danach kommt, hängt davon ab, wie viel an Inhalten und Technik zu tun ist. Nach der Bestandsaufnahme weißt du das und kannst auch entscheiden, dass es dir das nicht wert ist.
GEO steht selten allein. Wenn wir bei der Bestandsaufnahme feststellen, dass Inhalte für Maschinen unerreichbar sind, ist das eine Aufgabe für die technische Umsetzung. Fehlt es an Substanz, gehört das zum Aufbau der Seite. Und wenn du zusätzlich selbst mit Sprachmodellen arbeiten willst, etwa für interne Abläufe, steht das bei der KI-Beratung und der Automatisierung von Abläufen.
Wir haben zu diesem Themenfeld ein paar Beiträge geschrieben, in denen Details stehen, die hier den Rahmen sprengen würden.
Wir stellen den gängigen KI-Systemen die Fragen, die deine Kunden stellen, und schicken dir die Antworten im Wortlaut. Danach reden wir weiter.
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